FAQ für die Journalisten

- Welche Rolle spielen Computer und Internet in Ihrem Leben? Sind Sie oft im Netz? Nach welcher Information suchen Sie?
- Wenn ich zuhause bin, dann verbringe ich jeden Morgen eine oder zwei Stunden im Netz, ich antworte auf die Briefe, lade Musik runter und finde mich zurecht in den Nachrichten (meistens Kulturnachrichten).

- Chatten Sie oft mit Ihren Verehrern?
- Nie (außer drei-vier von irgendjemand veranstalteten Pressekonferenzen).

- Mögen Sie die virtuelle Konversation?
- Ich mag es.

- Interessieren Sie sich für die Seiten Ihrer russischen oder ausländischer Kollegen?
- Für die Seiten meiner Lieblingsmusiker und Schriftsteller.

- Mögen Sie oder Ihre Familienmitglieder Computerspiele spielen? Wenn ja, dann welche?
- Kinder spielen immer – von Sims bis Zivilisation (alles dazwischen inklusive).

- Ihre Wünsche für unsere Zeitungsleser?
- Bücher statt Zeitungen lesen.

- Was bedeutet für Sie der Begriff „Haus?“
- Bücher- und Musiklager + die Stadt, wo meine Kinder zur Zeit lernen.

- Mögen Sie es, Ihre Freizeit zuhause zu verbringen?
- Ja, weil es selten vorkommt.

- Reisen Sie gern?
- Ja.

- Mögen Sie Niznij Novgorod?
- Ja. Dort gibt es russische lässige Gründlichkeit.

- Empfangen Sie gern Gäste?
- Manchmal. Nicht die ganze Zeit.

- Welche Speisen bevorzugen Sie?
- Chinesischen Tee.

- Kochen Sie selbst?
- Eigentlich nicht – aber ich sterbe nicht vor Hunger, wenn ich allein bleibe.

- Sind Sie ein sportlicher Mensch?
- Ja, obwohl ich nie Sport getrieben habe.

- Haben Sie Haustiere?
- Katze.

- Haben Sie Hobbies?
- Musikschreiben.

- Welche Ausbildung haben Sie?
- Stadtuniversität von Leningrad, angewandte Mathematik.

- Wie gut waren Sie in der Schule?
- Nicht schlecht.

- Was wollten Sie in Ihrer Kindheit werden?
- Ich weiß es nicht mehr – die Wunschrichtung änderte sich ständig.

- Wie hat Ihr künstlerischer Weg begonnen? Wer hat Ihnen am Weganfang geholfen?
- Alles begann mit dem Wunsch dem Musikwunder maximal zuzugehören. Und geholfen haben mir alle meine Freunde – im Aquarium und außerhalb.

- Ist es schwer in der großen Estrade zu arbeiten?
- Ich betrachte die Möglichkeit des Musikschreibens und Musizierens nicht als Arbeit, sondern als ein von oben herabgesandter Segen.

- Wie finden Sie Ihre Popularität?
- Gut (aber man soll auch damit umgehen können – zum Beispiel sie nicht als eigenen Verdienst betrachten).

- Sind Sie mit Ihrer Karriere zufrieden, oder wollen Sie noch etwas Größeres?
- Meine „Karriere“ war 1980 beendet, als ich aufgrund der Teilnahme am Tbilissischen Festival von der Arbeit und dem Komsomol gefeuert wurde. Seitdem bin ich ein freier Mensch, beschäftige mich damit, was mir gefällt, und habe viel Spaß dabei. Größer als das ist nur die vollkommene Erleuchtung.

- Wollten Sie sich irgendwann von all dem erholen und ein gewöhnlicher Spießer werden?
- Ich will mich erholen, aber noch mehr will ich etwas machen, was noch nicht gemacht wurde. Solange ich lebe, will ich diese Möglichkeit maximal ausnutzen. Und der Spießer kann ich nicht mehr werden – dafür habe ich mich zu sehr an ein buntes und mit Schönheit erfülltes Leben gewönnt. Der Spießer – nach Definition – kann es gar nicht sehen.

- Was braucht man um eine Karriere zu machen?
- Für diese Frage bin ich der falsche Ansprechpartner.

- Ihre Wünsche für beginnende Karrieristen?
- Viel Glück. Deutlich später werdet sie verstehen, das sie ihr Leben verschwendet haben.

Vielen Dank für Denis Bessonov
von der Zeitung „Börse“ aus Niznij Novgorod
für die zugeschickten Fragen.

© Deutsche Übersetzung von der Übrsetzerteam

 

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